Selbständigkeit zuerst nebenberuflich? Vorteile & Fakten

Wie schon in meinem Artikel „Rekordhoch: 2,66 Millionen Nebenjobs“ berichtet, ist bundesweit bereits jeder 11. Arbeitnehmer in einem Nebenjob tätig. Einer der Hauptgründe hierfür sind die gestiegenen Lebenserhaltungskosten und die Tatsache, dass das Einkommen aus einem Hauptberuf oft nicht mehr ausreicht. Nun gibt es ja nicht nur die Möglichkeit, im Nebenjob nochmal angestellt zu sein, sondern mittlerweile gibt es auch viele Angebote, nebenberuflich selbständig zu sein. Heute möchte ich mit Ihnen diese Möglichkeit beleuchten, die mehr als die Hälfte aller Selbständigen zu Beginn in Anspruch nehmen.

Die nebenberufliche Selbständigkeit und ihre Vorteile

Sich erst einmal nebenberuflich selbstständig zu machen, bietet viele Vorteile. So kann man zum Beispiel relativ risikolos herausfinden, wie weit man mit seiner Geschäftsidee kommt, ohne die Sicherheit des hauptberuflichen Einkommens gleich aufzugeben. Meist ist es ja so, dass sich eine selbstständige Tätigkeit nicht sofort, sondern erst nach einigen Monaten oder Jahren zu lohnen beginnt. Ein weiterer Vorteil liegt darin begründet, dass das hauptberufliche Einkommen auch dazu verwendet werden kann, kleine Folgeinvestitionen ins eigene Geschäft zu leisten. Auch ist es in dieser Kombination möglich, trotz frischer Selbständigkeit mit ruhigem Gewissen mit der Familie in Urlaub fahren zu können.

Bedenken Sie auch, dass sie bei einer selbstständigen Nebentätigkeit nicht so starkem Druck ausgesetzt sind. Sie können besser steuern, wie stark Sie sich engagieren wollen. Umgekehrt bietet Ihnen der zweite Erwerb allerdings auch die Möglichkeit, bei einem eventuellen Jobverlust, sich voll auf Ihr Geschäft konzentrieren zu können – und zwar nicht als Sprung ins Kalte Wasser, sondern schon mit einer gewissen Erfahrung, also einigermaßen gut vorbereitet. Und solange Sie noch über beide Einkommen verfügen, verdienen Sie eben mehr.

Nebenberufliche Selbständigkeit: so sieht´s in Deutschland aus

KfW Gründerzahlen Selbständigkeit 2013

Laut KfW-Gründungsmonitor 2013 haben sich in 2012 insgesamt 775.000 Menschen selbstständig gemacht bzw. ein eigenes Unternehmen gegründet. Von diesen haben sich zunächst 460.000 Menschen – also mehr als die Hälfte der Gründer – nebenberuflich selbstständig gemacht. Hier sieht man also deutlich, dass mehr als die Hälfte der Neugründer die oben angeführten Vorteile zu schätzen wissen.

Damit lag die Zahl der nebenberuflich Selbständigen deutlich höher als die der 315.000 Vollerwerbsgründungen. Zudem ist die Zahl derer, die nebenberuflich selbstständig sind im Vergleich zu den letzten Jahren weiter gestiegen, während die Vollzeitgründer stagnierten. Der Bericht zeigt außerdem, dass insbesondere Frauen eher die nebenberufliche Selbständigkeit als Weg der Existenzgründung bevorzugen und, dass der Kapitalbedarf für nebenberuflich Selbständige in der Regel niedriger ist.

Arbeitslosigkeit und nebenberufliche Selbständigkeit

Auch Arbeitssuchende dürfen eine selbständige Tätigkeit nebenberuflich ausüben, sofern diese bereits zu Beginn dem Arbeitsamt gemeldet wird, und diese nicht mehr als 15 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Dann bleiben immerhin 165€ Monatseinkommen anrechnungsfrei.

Müssen Sie Arbeitgeber informieren?

Erst mal steht es Ihnen natürlich frei, sich nebenberuflich selbstständig zu machen, solange Sie damit nicht zu Ihrem Arbeitgeber in Konkurrenz stehen. Sie müssen in der Regel aber Ihren Arbeitgeber informieren und dürfen natürlich Ihre Aufgaben im Hauptberuf nicht vernachlässigen.

Sozialversicherung

Wenn Sie nebenberuflich selbstständig sind, brauchen Sie keine Sozialversicherung zu zahlen. Die Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse ist jedoch dringend nötig, da das Entgelt aus der nebenberuflichen Selbständigkeit ebenfalls für den Beitrag berücksichtigt wird. Dies kann andernfalls Nachforderungen zur Folge haben. Auch wenn Sie sich als Student nebenberuflich selbstständig machen wollen, ist der Kontakt zur Krankenkasse wichtig.

Fazit

Eine nebenberufliche Selbständigkeit hat schon viele Vorteile. Manch ein selbstständiger Nebenjob kann durchaus ein Sprungbrett für eine spätere Karriere sein. Die Investitionskosten sind in der Regel gering, und so kann man ruhig auch mal etwas Neues ausprobieren, ohne wirklich ein Risiko einzugehen. Auch ich habe eine nebenberufliche Selbständigkeit im Direktvertrieb später zu einem hauptberuflichen und hervorragenden Einkommen aufbauen können. Wer wagt, gewinnt. Falls Sie auch für sich prüfen möchten, ob Sie sich für diese Karrieremöglichkeit eignen, klicken Sie einfach auf den Banner ganz oben auf dieser Seite oder hier.

Spielen Sie auch mit dem Gedanken, sich nebenberuflich selbstständig zu machen? Hinterlassen Sie Ihre Überlegungen gerne in Form eines Kommentars!

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