Rekordhoch: 2,66 Millionen Nebenjobs

Bundesweit bereits jeder 11. Arbeitnehmer in Nebenjob tätig

Über Fakten und Beweggründe der Betroffenen

Rekordhoch: 2,66 Millionen Nebenjobs

Nicht nur in Deutschland gehen so viele Arbeitnehmer wie noch nie einem zweiten Job nach. Dass sich die Anzahl der Deutschen, die Ende 2012 einen Nebenjob ausüben, seit 2003 tatsächlich verdoppelt hat, geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit ganz klar hervor.

Immer öfter bemerkt man in interessanten Artikeln und in den geschalteten Anzeigen diverser Zeitungen, sowie nicht zuletzt auch in persönlichen Gesprächen, dass Nebenjobs und attraktive Zusatzeinkommen gefragt sind wie nie.

Warum so viele Menschen nach einem Nebenjob suchen

Arbeitsmarktexperten sprechen mittlerweile offen darüber, dass für immer mehr Beschäftigte das Einkommen aus einem Job nicht mehr ausreicht. Der überwiegende Teil der Zweitjobber mache dies „aus purer finanzieller Not und nicht freiwillig“. Steigende Mieten, steigende Betriebskosten und die stark gestiegenen Energiepreise dürften tatsächlich zwingende Gründe für viele Menschen sein, sich nach getaner Arbeit im Hauptberuf noch einmal, meist in einem anderen Outfit und mit ganz anderen Aufgaben, um Brot und Lohn zu bemühen.

Mitverantwortlich für die rasante Entwicklung von Nebenjobs wird aber auch das gesteigerte Konsumverhalten gemacht. Ob dieses nun durch die pure Kauflust oder den steigenden Druck, durch entsprechende Markenartikel oder Lifestyle „dazuzugehören“, stimuliert wird, darauf kann wohl keine eindeutige Antwort gefunden werden. Fest steht, dass mit dem Konsumverhalten auch der Lebensstandard in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen ist.

Die Anstiege in den Lebenserhaltungskosten spiegeln sich nur teilweise in der gestiegenen Inflationsrate wider, die nur allzu ungern von unseren Politikern mit Stillschweigen und rhetorischen Ausweichmanövern abgeflacht oder in Wahlversprechen umformuliert wird. Genauso verhält es sich mit der zunehmenden Angst vor dem staatlichen Renten- und Pensionssystem. Diese Systeme scheinen an der Kippe zu sein und sorgen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für ein ungutes Gefühl. Offen bleibt, wer dafür die Verantwortung übernimmt und ob es überhaupt eine für alle befriedigende Lösung geben kann. Doch genau darauf wollen sich offenbar immer weniger Menschen verlassen.

Es scheinen sich also zwei hauptsächliche Triebfedern als Gründe, einer zusätzlichen Tätigkeit nachzueifern, herauszukristallisieren: einerseits die Angst vor Armut und Bankrott, andererseits der Wunsch nach einem noch höheren Lebensstandard. Natürlich gibt uns das wieder viel Raum und Diskussionsstoff zum Thema „soziale Ungleichheit“ und die berühmte „Schere zwischen Arm und Reich“.

Welche Tätigkeiten am häufigsten vertreten sind

Zu den am häufigsten ausgeübten Tätigkeiten zählen ganz klar der Einzelhandel und das Gastgewerbe, in denen auffällig viele Menschen in den so kritisch beäugten Minijobs arbeiten. Hinzu kommen noch Leiharbeiter und Mitarbeiter privater Wachdienste. Einen eher geringen Anteil weisen die Bereiche Kinder- und Altenbetreuung auf. Sich um die Jüngsten und Ältesten unserer Gesellschaft zu kümmern, scheint angesichts eigener Familien wohl nicht jedermanns Sache zu sein. Aufstrebend sind selbständige Tätigkeiten, man ist gerne sein eigener Chef. Auf keinen Fall darf man die Kraftreserven, die man für all diese genannten Tätigkeiten abends und am Wochenende noch aufbringen muss, nicht unterschätzen.

Auswirkungen einer 50-60 Stunden Woche

Dass sich dies oft erheblich nicht nur auf den persönlichen Stress Pegel, sondern damit auch auf die eigene Gesundheit auswirkt, wird entweder nicht berücksichtigt oder einfach in Kauf genommen. Viele Betroffenen sehen einfach keine andere Möglichkeit, den gestiegenen Lebenserhaltungskosten gerecht zu werden und ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Auf einer Social Media Seite zum Thema Work-Life-Balance wurde sogar darüber diskutiert, ob die moderne Zivilisationskrankheit „Burn-out“ ganz einfach eine logische Konsequenz unserer modernen Arbeitswelt sei:

„Viele Menschen arbeiten zu lange, fast rund um die Uhr, verkraften dies zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr und brennen dabei aus. Wie lässt sich ein Umdenken in der Arbeitswelt bewirken und vielleicht sogar eine Qualitätsverbesserung messen, nachdem die Arbeitslast reduziert wird?“ postet Oliver K., IT-Trainer und Berater, der sich heute vornehmlich um Gesundheitsmanagement bei Stress und Burn-out kümmert. Offenbar macht man sich Gedanken darüber, in welche Richtung es gehen soll, wenn Job, Familie, Freizeit und der neue Nebenjob kaum noch unter einen Hut zu bringen sind.

Wie kann man nun Stress vermeiden und dennoch das Einkommen steigern?

Wie man solche Situationen souverän meistert und welche modernen Möglichkeiten es heutzutage gibt, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, darüber und mehr erfahren Sie in Kürze  in weiteren Artikeln auf diesem Blog. Und falls Sie noch ein weiteres Einkommen gebrauchen können, das ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus stark empfehlen kann, dann klicken Sie doch jetzt einmal auf den Banner, den Sie ganz oben auf dieser Seite oder hier finden.

Was meinen Sie? Wird es zunehmend normal, einem Nebenjob nachzugehen? Wie wird sich dieser Trend weiterentwickeln? Welche Eindrücke haben Sie vom Arbeitsmarkt und den gestiegenen Lebenserhaltungskosten? Posten Sie jetzt Ihre Meinung und wirken Sie mit, indem Sie den Beitrag mit Anderen teilen!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *