Erfolgreich selbstständig – die häufigsten Irrtümer – Teil 3

Angestellte und Angst

In meinen beiden vorherigen Artikeln habe ich beschrieben, wie Sie Denkfallen begegnen, die Sie vielleicht noch daran hindern, sich selbstständig zu machen. In diesem Artikel werde ich eine weitere Denkfalle für Sie entschärfen, die so wichtig ist, dass ich ihr einen ganzen Artikel widme. Ihrem Ziel, sich selbstständig zu machen, werden Sie nach diesem Artikel wieder ein ganzes Stück näher kommen.

teure Angestellte selbstständig

„Teure Angestellte, die hoffentlich nie krank werden“

Dieses Argument ist meiner Meinung nach sehr oberflächlich. Wenn wir ein wenig genauer hinsehen, stellen wir fest, dass sich dahinter eine viel tiefliegendere Angst verbirgt:
es ist die Angst vor jeglichem Risiko. Menschen fürchten sich vor einem Fehlschlag, und ganz besonders fürchten sie sich davor, ihr hart erarbeitetes Geld zu verlieren. Deshalb gilt der Anfang dieses Artikels erst einmal dieser grundsätzlichen Angst. Und genau dazu möchte ich Ihnen gleich ein passendes Zitat liefern: „spielen Sie nicht, um nicht zu verlieren, spielen Sie, um zu gewinnen.“
STOPP!
Lesen Sie nicht einfach drüber. Schreiben Sie sich das Zitat auf, und denken Sie darüber nach. Fragen Sie sich, ob es wirklich Sinn macht, aus Angst nicht über sich selbst hinaus zu wachsen und Neues auszuprobieren. Damit meine ich natürlich nicht, dass Sie ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springen sollen. Nein, es geht vielmehr darum, das Risiko einzuschätzen. Risiko ist nicht gleich Risiko. Man kann es eingrenzen. Risiko bedeutet schließlich nicht, dass Sie im Falle eines Fehlschlages sterben müssen. Also, wie hoch ist Ihr Risiko und was kann Ihnen schlimmstenfalls passieren? Ich wäge mein Risiko immer sorgfältig ab, und bevor ich Geld in ein neues Projekt investiere, sage ich mir, schlimmstenfalls habe ich etwas gelernt, das mich klüger, erfahrener, widerstandsfähiger und reifer macht. Denn aus einem Fehlschlag kann man wertvolle Lektionen ziehen. Ich frage mich nicht, was ich falsch gemacht habe und auch keine selbstzerstörerischen Fragen wie „warum gerade ich“. Nein, ich frage mich Fragen wie „was habe ich gut gemacht“ und „was würde ich beim nächsten Mal besser machen“. So kann man lernen und wachsen und dann immer weitermachen, so lange, bis der gewünschte Erfolg sich einstellt. Und noch weiter. Lernen, das heißt leben.

„Teure Angestellte, die hoffentlich nie krank werden“ – oder nicht?

Da wir nun die eigentlich tiefliegendere Angst beleuchtet haben, können wir uns jetzt dem tatsächlichen Thema Angestellte widmen. Und siehe da, ich behaupte, Sie brauchen am Anfang, wenn Sie sich frisch selbstständig machen, gar keine Angestellten. Zumindest empfehle ich es Ihnen nicht. Falls es irgendwie geht, sollten Sie gerade am Anfang ohne Angestellte auskommen, auch dann, wenn das bedeutet, dass Sie selbst sehr, sehr viel arbeiten müssen, damit Ihre Firma auf die Beine kommt. Ich sage Ihnen, das ist gesund. Hier möchte ich ein weiteres Zitat anbringen. Der amerikanische Milliardär Paul Getty wurde in einem Fernsehinterview einmal gefragt, was das Geheimnis sei, ein Milliardär zu werden. Er sagte, und ich möchte, dass Sie darüber gut nachdenken, er sagte: „Nun, ich kann es in zwei Worten zusammenfassen: arbeite hart“. Er sagte, „arbeite hart“. Und dann, „arbeite härter“. Und dann „arbeite noch härter“. Da gibt es keine andere Lösung. Wenn Sie nach vorne kommen und richtig erfolgreich sein wollen, müssen Sie bereit sein, den Preis dafür zu bezahlen, und der lautet, gerade wenn Sie am Anfang stehen und Ihre Firma noch keine Gewinne abwirft, sehr sehr hart und besonders viel zu arbeiten.

selbstständig OHNE teure Angestellte

Jetzt erst besteht die Chance, dass wir das Thema Angestellte als Hürde komplett aus Ihrem Kopf bekommen. An Angestellte sollten Sie erst später denken. Vorher empfehle ich Ihnen sehr stark, dass Sie Führung woanders lernen und dadurch bereits Führungserfahrung mitbringen, bevor Sie sich selbstständig machen. Und dann ist es besser für Sie, wenn Sie nicht Angestellte, sondern selbstständige Mitarbeiter anwerben, denn die werden nur dann bezahlt, wenn sie auch tatsächlich arbeiten. Sie werden in meinem Blog noch auf eine perfekte Geschäftsgelegenheit dazu stoßen, indem Sie auf den Banner ganz oben auf dieser Seite klicken oder hier.

Fazit: Denken Sie bei Ihrer Überlegung, sich selbstständig zu machen, vorerst nicht an Angestellte. Dadurch ist auch wieder eine Denkfalle entschärft. Morgen geht es weiter.

Gefällt Ihnen der Gedanke, sich selbstständig zu machen, immer besser? Sehr gut, es freut mich, wenn Sie durch meine Artikel zuversichtlicher werden. Hinterlassen Sie jetzt für mich und andere Leser einen positiven Kommentar!

1 Kommentar

  1. Anke Hermes
    Sep 17, 2013

    Hallo Richard, sehr interessante Artikel, die du da veröffentlichst. Ich wünsche dir weiterhin sehr viel Erfolg bei deinem Tun und einen sonnigen Tag, Anke

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